Canada - the country of the million lakes

First Week of School

Vancouver Canucks Eishockeytraining in Victoria


Halli hallo, ja, ich lebe noch! Auch, wenn die Schule gestartet hat. Und ich immer noch Mathe und Englisch habe. Tja, life is not a wishgranting factory, is it? (Warning: if you didn't read The Fault in our Stars aka Das Schicksal ist ein mieser Verräter yet, do it now!) Okay, switchen wir wieder zurück ins Deutsche und widmen wir uns einem wichtigen Thema. Schule.

 

Schule hier ist anders als erwartet. Oder vielleicht als erhofft. Ich konnte mir, wie erwähnt, weder meine Fächer aussuchen, noch tauschen, da die Klassen voll waren. Meine Schule ist nicht wunderschön, ich habe noch keine kanadischen Freunde und bin noch in keinem Sportclub.

Puh. Das war einiges.

Allerdings ist das meiste gar nicht so schlimm. Ich habe zwar noch immer Mathe, aber erstens konnte ich zu einem höheren Mathekurs wechseln, in dem man zwar kein richtiges Mathe macht, sondern Sudokus und kleine Rätsel zu lösen scheint, aber die eine Stunde, die ich hatte, hat Spaß gemacht. Außerdem kann es immer noch sein, dass aus der Rock Climbing-Klasse jemand austritt und ich dann tauschen kann. Meine anderen Fächer sind gar nicht schlecht; in Skills Exploration, mein momentanes Lieblingsfach, haben wir gerade einen Drawer handle gemacht, also eine Art Schubladenklinke, und unser nächstes Projekt ist ein Handyhalter, den wir komplett selber gestalten dürfen. Auch Kunst und Englisch sind eigentlich ziemlich cool.

   Was die Clubs und Teams angeht, so haben viele noch gar nicht begonnen. Ich werde auf jeden Fall dem Theaterclub beitreten und zu den Tryouts von Basketball gehen - auch, wenn ich es noch nie gespielt habe. Und nicht werfen kann. Naja, wer nicht wagt, der nicht gewinnt, was? Falls ich Rock Climbing nicht als Schulfach bekomme, werde ich auch dies als Club nehmen. Könnte alles ein wenig viel werden :-) Naja, ich werde sehen.

   Außerdem spiele ich in einem Pantomime, das kein Pantomime, sondern eine lustige Version eines Märchens ist, mit. Als Wolf in The Beauty and the Beast. Hört sich nach einer Hauptrolle an! Nein, Spaß, ich kenne meinen Text zwar noch nicht, aber ich schätze, ich werde nicht viel sagen, aber das ist okay. Englisch ist nun mal nicht meine Muttersprache.

 

Wo wir gerade von der Sprache reden: ich glaube, mein Englisch verbessert sich langsam. Schon von Anfang an konnte ich fast alles verstehen, aber jetzt habe ich das Gefühl, auch flüssiger zu sprechen. Allerdings scheint mein Gehirn ein wenig verwirrt zu sein; immer wieder sage ich aus Versehen ein Wort auf der anderen Sprache (Ich konnte meine Kurse leider nicht changen, nur um ein Beispiel zu geben)… Aber ich schätze, das ist ganz normal. Trotzdem freue ich mich schon, wenn ich irgendwann einen kanadischen Akzent im Englischen habe!

 

Alles in allem fühle ich mich sehr wohl hier. Es kommt mir vor, als wäre ich bereits weitaus länger hier als zwei Wochen. Vieles hier ist anders als ich es mir vorgestellt habe, was nicht wirklich schlimm ist, aber eben einfach anders. Vielleicht habe ich einfach wirklich noch nicht realisiert, dass ich hier bin. Tja, ich werde euch auf dem Laufenden halten!

Wenn ihr Fragen oder Anmerkungen habt, bitte lasst es mich wissen! Und ich freue mich über jeden Kommentar, besonders von denjenigen, die sich noch nicht trauen, mir zu schreiben ;-)

See you!

 

P.S: Die Bilder oben sind von einem Ausflug mit meinen Gasteltern am Samstag!

The first four days...

Vier Tage. So lange bin ich jetzt schon hier. Okay, es hört sich nicht viel an und ich habe das Gefühl, schon so viel länger hier zu sein, wahrscheinlich, weil ich schon so viel getan habe. 

   Nach zwölf Stunden Schlaf und einer Runde Pancakes war ich endlich wieder halbwegs fit. Auf dem Weg vom Flughafen nach Hause haben mir meine Gasteltern bereits einiges von meiner Gegend gezeigt, unter anderem ein Forest Museum, bei dem es alles mögliche rund um Holzfällerei und Wälder zu sehen gibt. Das war also unsere erste Station am Montag. 

   Das Museum war ziemlich cool aufgebaut, man konnte sich ganz unterschiedliche Gebäude und Geräte ansehen, die die Arbeiter benutzt haben oder wo sie gelebt haben. Es gab Schmieden, Posthäuser, eine Schule und alles mögliche, was man nicht in so einem Museum erwartet. Das Highlight war wohl die Fahrt mit der alten Dampflokomotive, die nur noch selten fährt, weil sie so alt ist. Da hatten wir wohl Glück, dass an diesem Tag der 109te Geburtstag der Bahn gefeiert wurde.

 

   Nach dem Museum ging es ans Meer - in eine Bay nicht allzu weit von unserem Haus. Das Wasser war kalt. Ich war trotzdem schwimmen, wer mich kennt, wird das sicherlich nicht wundern, da mir kaltes Wasser relativ egal ist - außer im Schwimmbad. Naja, egal, die Aussicht war toll und es hat Spaß gemacht.

 

Nach dem Abendessen waren wir bei den Eltern meines Gastvaters. Sie haben eine kleine Farm etwas außerhalb der Stadt und ein ziemlich schönes Haus. 

 

Damit war der erste Tag auch schon zu Ende, und ehrlich gesagt war ich ziemlich froh, da ich immer noch ziemlich müde war. Immerhin ist es hier neun Stunden früher als in Deutschland!

 

Am Dienstag hieß es recht früh aufstehen, da wir einen Orientation Day mit allen Austauschschülern von Cowichan Valley hatten. Wir haben ein paar organisatorische Sachen gemacht und Spiele gespielt, um uns besser kennenzulernen. Es sind einige Deutsche hier, mit denen ich mich gut verstehe, und ich habe ein Mädchen kennengelernt, Thea - auch aus Deutschland -, das in meiner Straße lebt, sodass wir zusammen zur Schule gehen können.

 

Alles in allem war es ziemlich cool und ich bin froh, dass es diese Veranstaltung gab, da zumindest ich mich sehr gut aufgehoben und betreut fühlen konnte. Am Abend sind wir noch ein wenig durch die Gegend gefahren und dann ging es schon wieder ins Bett - und mein erster Schultag startete.

 

Meine Schule ist ehrlich gesagt nicht wirklich schön. Es ist schon anders, besonders mit den vielen großen Schließfächern, aber ich habe es mir ganz anders vorgestellt.

   Zu Beginn des Tages hatten wir Internationals, also die Austauschschüler, zusammen eine weitere "Orientation". Wir haben unsere Stundenpläne erhalten und erklärt bekommen, eine Tour durch die Schule bekommen und einen kleinen Sprachtest gemacht - wofür genau der gut war, weiß ich ehrlich gesagt nicht. Unsere Schulzeiten sind ziemlich seltsam: die Schule startet um 8:56 und es gibt vier Blocks à 1:12 Stunden. Der Sinn dahinter? Frag nicht. 

Zu meinen Fächern: leider habe ich keines der gewünschten Fächer. Ich habe: Spoken Language, bei dem aber dieses Jahr zum ersten Mal für die zehnte Klasse nicht nur um Sprache, sondern, wie ich es verstanden habe, auch um Geschichte und Karrierefindung geht. Außerdem habe ich Mathe, was ich laut meinem Lehrer zuhause gar nicht bräuchte, da wir schon weiter im Stoff sind, Visual Arts, also Kunst, was ich ganz cool finde, obwohl ich es mir nicht gewünscht habe, und Skills Exploration. Ich weiß noch immer nicht, was genau das ist, vielleicht eine Mischung aus Metallarbeit und Automechanik. Auf jeden Fall voll mein Ding... nicht. Eigentlich hätte ich gerne Photography, Drama und Sport gehabt, aber naja... vielleicht kann ich morgen noch Kurse tauschen.

 

   Nach der Mittagspause hatte ich meine ersten letzten Fächer: Mathe und Spoken Language. Mathe war, wie erwartet, ziemlich einfach, es geht um Einkommen beim Arbeiten, wie viel man in einer 40-Stunden Woche bekommt, wenn man einen Tagesgehalt von so und so viel Dollars bekommt und so weiter. Ziemlich einfache Mathematik also, zumindest für deutschen Standard, aber das war okay. 

   Zum Schluss hatte ich Spoken Language. Die Lehrerin ist ziemlich cool und sie wird uns normalerweise keine Hausaufgaben aufgeben (finde ich gut!). Wir haben fast die ganze Zeit Kennenlernspiele gespielt, also war auch dieser Unterricht nicht wirklich anspruchsvoll. 

 

Nach dem Unterricht war ich mit Thea in der Stadt. Damit wir unser Englisch nicht verlernen, haben wir versucht, kein Deutsch zu sprechen. Anfangs war es etwas seltsam, aber dann war es eigentlich kein Problem mehr. 

 

Meine Gastmutter ist Mitglied in einem Chor und gestern war Probe, also bin ich kurzerhand mitgekommen. Es war wirklich schön, ihnen zuzuhören, und mal wieder habe ich bedauert, dass ich nicht singen kann. Tja. Doof gelaufen, würde ich sagen... 

 

Am Donnerstag - heute - hatte ich meinen ersten richtigen Schultag. Mein erstes Fach war Skills Exploration, das stattfand im Metallarbeitenraum (ist das seltsam, das auf Deutsch zu schreiben...), direkt neben einem Raum, in dem Autos unter der Decke hingen - wenn man ganz genau überlegt, könnte man denken, es wäre der Automechanikraum. I'll see! 

Jedenfalls war es, wie gedacht, nicht ganz mein Lieblingsfach. Wir haben zwar nur ein paar Regeln besprochen und danach in kleinen Gruppen nach verschiedenen Werkzeugen, deren Namen, Lage und Funktion gesucht, aber ich schätze, ich werde diesen Kurs wechseln, wenn ich kann. 

Nach Block A hatten wir Advisory. Dabei werden Informationen weitergegeben und Unklarheiten besprochen - heute haben wir allerdings wieder einmal Kennenlernspiele gespielt.

Block B ist Kunst für mich - bis jetzt garantiert mein Lieblingsfach. Es ist ziemlich entspannt und die Lehrerin ist ziemlich nett - und ich mag Kunst. Das könnte auch mit reingespielt haben.

   In der Mittagspause habe ich zuerst mit meinen deutschen Freunden gegessen (Und nein, wir haben keine typische Cafeteria, in der jeder bei seiner Gruppe sitzt und wir Austauschschüler die Außenseiter sind..) und bin danach zurück in den Kunstraum zum Arts Club gegangen - unter anderem, um endlich wirklich kanadische Teenager kennenzulernen. Wir haben noch nichts künstlerisches gemacht, da es das erste Treffen und kaum jemand da war, aber es war trotzdem lustig. 

  Die letzten beiden Blocks gingen recht schnell vorbei, meine Sitznachbarin in Mathe war total erstaunt, dass wir denselben Stoff schon in der achten Klasse hatten, und in Spoken Language haben wir mal wieder gespielt.

 

Der Tag ist noch nicht ganz vorbei, wir gehen vielleicht nochmal zu den Eltern meines Gastvaters. Nun denn, jetzt wisst ihr, was ich so getan habe. Ich hoffe, es hat euch nicht gelangweilt und ihr seid immer noch curious, mehr von meinem exciting adventure zu hören!

 

Let the adventure begin!

Uuuuund es geht los!

Sonntag, erster September, halb fünf Uhr morgens. Nach einer natürlich sehr entspannten Nacht ohne irgendwelche Gedanken, Ängste oder Vorfreuden ging es früh los. Die letzten Sachen ins Handgepäck gepackt, mich von Zuhause verabschiedet, ein wenig Staub im Auge gehabt und schon ging es los - zwei Stunden bis nach Frankfurt. Mit jedem Kilometer ist ein wenig mehr Zeit verstrichen, die ich noch mit meinen Eltern hatte. Ich konnte und kann es bis jetzt, wo ich schon in Kanada bin, nicht glauben, dass ich meine Familie für fünf Monate nicht sehen werde. Verrückt. Oder holy cow, wie meine Gastmutter immer sagt.

 

Am Flughafen angekommen, musste natürlich erst einmal der Koffer abgegeben werden. Ich hatte einen großen Koffer und dann einen Rucksack für den Flug, und trotz leichten Übergewichtes wurde mein Koffer problemlos durchgelassen. 

 

Sich zu verabschieden war nicht schön. Ich war ehrlich gesagt gar nicht mehr so traurig wie noch kurz davor, wahrscheinlich wegen der anderen Austauschschüler, die mit mir geflogen sind, wodurch ich mich weniger allein gefühlt habe. Ich habe geweint, ja, aber nicht so schlimm wie gedacht, ebenso wie meine Eltern. Mein Bruder hat es wahrscheinlich noch weniger realisiert als ich. Dann ging es weiter - durch die Sicherheitskontrolle und ab ins neue Leben!

 

Ich war noch nie zuvor länger als vier Stunden in einem Flugzeug, doch mir hat der Flug nach Vancouver ehrlich gesagt besser gefallen als jeder andere davor. Es war ziemlich ruhig, auch von den Maschinen hat man fast nichts gehört. Leider saß ich nicht am Fenster, doch die meiste Zeit war es sowieso so bewölkt, dass man nichts erkennen konnte. Und, mein Gott, die Filme waren der Hammer! Es gab Filme, die bis vor kurzem erst im Kino liefen, und alle möglichen anderen Filme, für die man sonst extra Geld bezahlen muss. 

 

Wenn es euch stört, wenn Menschen euch weinen sehen, solltet ihr euer Abschiedsbuch vielleicht nicht im Flieger lesen. Mir war das ehrlich gesagt ziemlich egal, und mein Buch war wirklich klasse. Es haben einige Verwandten eingetragen, was ich nicht wusste, und meine Eltern haben einen Text geschrieben, der nicht auf die vorgegebenen Seiten gepasst hat. Bei den meisten Texten musste ich lachen und weinen zugleich, so schön waren die, und ich habe mich riesig darüber gefreut. Dafür noch einmal danke an alle, die dort eingetragen haben! I have you lieb! 

 

In Vancouver angekommen, hat es erst einmal Stunden gedauert, unser Visum zu bekommen. Wir hatten schon Angst, unseren Anschlussflug zu verpassen, was dann glücklicherweise nicht passiert ist. 

   Nach Vancouver Island fliegt man nur eine halbe Stunde mit einem Flugzeug, das genau so klein ist wie der Flughafen in Nanaimo. Wir sind zu der Gepäckausgabe gegangen, und plötzlich standen dort meine Gasteltern. Im gleichen Raum. Ich war darauf nicht wirklich vorbereitet, aber die Begrüßung war trotzdem echt nett. 

   Auf dem Nachhauseweg haben sie mir ein wenig von der Gegend gezeigt, und ich musste die ganze Zeit grinsen, weil es hier so schön und/oder so außergewöhnlich ist.

   Zuhause angekommen, wurde mir erst einmal alles gezeigt und ich habe meinen Koffer angefangen auszupacken. Nach dem gemeinsamen Abendessen, bei dem sehr viel geredet wurde, war ich so müde, dass ich echt nichts mehr tun konnte. Verständlich, wenn man 24 Stunden auf den Beinen war, würde ich sagen! 


Nun denn, damit endete mein erster Tag im Abenteuer. Ich freue mich, wenn ihr mich auch an den weiteren begleitet!

Abschiedsbuch

 

 Ein Abschiedsbuch ist ein Buch, meistens von den Austauschschülern selbst gestaltet, in das Freunde und Familie einen Abschiedsgruß eintragen können. Auch schreiben viele Austauschschüler dort Informationen über Flug, Gastland, Schule und Gastfamilie auf, eine gute Möglichkeit, sich mit dem Land und dem Gedanken, bald dort zu sein, vertraut zu machen.

 

   Hier seht ihr die Vorderseite meines Abschiedsbuch. Es ist ein graues, liniertes Notizbuch von Leuchtturm1917, mit dem ich recht zufrieden bin.

 

   Wie ihr seht, habe ich die Vorderseite eher schlicht gehalten, was man von der Rückseite eher nicht sagen kann... ich habe einfach im Internet und bei  Pinterest nach passenden Bildern und Sprüchen geschaut und die besten aufgeklebt. 

Zum Schutz habe ich eine selbstklebende Folie über die Seiten geklebt - eine echte Herausforderung, ehrlich gesagt! 

 

Unten seht ihr die ersten beschrifteten Seiten meines Buches, einmal meine Flugroute (die ich noch einzeichnen muss... ; )) und das selbst gestaltete Deckblatt. Auf der Seite danach habe ich Fotos mit Menschen, die mir wichtig sind, und dann ein Brief an alle, die in dieses Buch eintragen. 

   Des Weiteren habe ich Informationen über Kanada, meinen Ort, meine Schule, meine Gastfamilie. Dann geht es weiter mit den Seiten, die von meinen Freunden und meiner Familie ausgefüllt werden:

  • Songs I need to know/Travel Playlist 
  • To Do's before/in/after Canada
  • Unterschriften
  • Top Secret - falls jemand ganz persönliche Worte sagen möchte, die nur für mich bestimmt sind, kann er die in einen kleinen Umschlag am Ende des Buches stecken

Und schließlich natürlich die selbst gestalteten Seiten, die ich erst im Flugzeug lesen werde, um den ganzen Flug lang zu heulen. 

 

Also, für jeden, der ein wenig Kreativität und Zeit aufbringen kann, macht ein Abschiedsbuch! Es ist nicht nur eine gute Möglichkeit, mit dem schön gestalteten Buch anzugeben, sondern auch, Vorfreude auf den Flug zu wecken und, ganz wichtig, eine tolle Erinnerung an seine Liebsten zu haben. Ich persönlich bin schon sehr gespannt und freue mich auf das Lesen (auch wenn ich laut den Personen, die es schon gelesen haben, garantiert heulen werde!)

 

Also dann, bis zu meinem nächsten Kapitel!

mehr lesen

6 Tage, 19 Stunden, 54 Minuten und 45 Sekunden

Tja, ihr könnt euch wahrscheinlich schon denken, worum es in diesem Artikel geht. 

Ich habe die sieben Tage geknackt. Heute in einer Woche sitze ich seit knapp vier Stunden im Flugzeug in ein neues, riesiges und unglaubliches Abenteuer. Ich kann euch sagen, ich bin aufgeregt. Verdammt aufgeregt. Aber freudig aufgeregt - wenn es das Wort überhaupt gibt. Ich habe eine total nette Gastfamilie, komme in eine tolle Gegend und fühle mich gut vorbereitet, nicht zuletzt wegen der Vorbereitungstage meiner Organisation.

Natürlich habe ich auch Angst. Oder vielleicht eher Respekt. Aber das ist selbstverständlich, würde ich sagen. 

Heute ist eine Freundin von mir losgeflogen, und das macht es mir nochmal bewusster, wie ernst die Sache langsam wird. Aber wirklich: ich kann es kaum erwarten, dass es endlich losgeht und würde auf keinen Fall abbrechen, selbst wenn ich es könnte!

Die letzte Woche bringt auch die letzten Vorbereitungen mit sich. Geld umtauschen, Arztbesuche, Kofferpacken (ähh…), Schule (ja, ich werde noch zwei Tage in die Schule gehen...), Abschlussparty und schließlich die Abschiede. Davor fürchte ich mich am meisten, denn ich liebe all meine Freunde und erst recht meine Familie, und ich glaube, es wird nicht einfach. 

 

Nun denn, dann bin ich mal gespannt auf die letzte Woche, bevor mein Abenteuer beginnt!

Vorbereitung

Hallo und herzlich willkommen zu meinem ersten Blogeintrag! Hier wird es erst einmal über generelle Dinge gehen, die meinen Auslandsaufenthalt betreffen.
1. WARUM MACHST DU ÜBERHAUPT EIN AUSLANDSJAHR?
Erstens, um mein Englisch zu verbessern. Natürlich, aber das ist sicher nicht der Hauptgrund.
Zweitens, um neue Kulturen, neue Menschen, eine neue Welt kennenzulernen 
Drittens, um mich selbst näher kennenzulernen, selbstständiger zu werden und überhaupt vieles mehr wertzuschätzen.
Ach, und natürlich auf, damit ich später etwas zu erzählen habe!
2. WIE LANGE WIRST DU WEG SEIN? WO GEHST DU HIN?
Okay. Also, ich werde knapp fünf Monate in Kanada verbringen, genauer gesagt im Schulbezirk Cowichan Valley auf Vancouver Island, also - wie der Name sagt - auf der großen Insel vor Vancouver in British Columbia.
3. WIE WIRD DEIN LEBEN DORT AUSSEHEN?
Ganz genau weiß ich das natürlich selber nicht, aber ich lebe in einer Gastfamilie (die übrigens super nett zu sein scheint!) und werde eine Highschool besuchen.
4. WIE LÄUFT DAS MIT DER SCHULE HIER?
An meiner Schule, einem Gymnasium, hat man die Möglichkeit, während der zehnten Klasse ins Ausland zu gehen. Wie die Regelung mit G9 ist, kann ich allerdings nicht sagen.
Theoretisch darf man nicht "zu schlecht" in der Schule sein, um ein Auslandsjahr machen zu dürfen, die genauen Bedingungen sind aber sicherlich an jeder Schule verschieden. Wenn ihr Interesse an einer Auslandszeit habt, fragt einfach mal eure Lehrer und stöbert im Internet.
Wenn die Noten gut genug sind, muss man grundsätzlich bei uns auf der Schule nicht wiederholen, auch nicht, wenn man die gesamte Zehn im Ausland verbracht hat. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass man einiges aufholen muss, zur Not auch in den Ferien. Mir sind die Erfahrungen, die ich machen werde, diese Arbeit auf jeden Fall wert!
So, das war es für den Anfang. Über meine Organisation werde ich noch ausführlich berichten, also bleibt dran! Bis zum nächsten Mal!